Gesucht!

Wer uns auf Facebook folgt, hat bereits mitbekommen, dass wir schon seit Wochen auf der Suche nach Pferden sind.

Aber von Anfang an…

Im Dezember 2015 erreichte uns ein Hilferuf eines Pferdebesitzers aus Aachen. Er hatte seine Stute am 01.11.2015 per Schutzvertrag als Beisteller an eine augenscheinlich nette Dame zur Gesellschaft ihres Pferdes am hauseigenen Offenstall abgegeben. Trotz vertraglicher Vereinbarungen brach der Kontakt schon kurze Zeit später ab, die Dame war nicht mehr erreichbar und die Stute Roulette spurlos verschwunden. Durch einen Aufruf auf unserer Facebook-Seite meldeten sich innerhalb kurzer Zeit noch weitere Betroffene, deren Pferde auf ähnliche Weise abhanden gekommen waren. Schnell war klar, die Vorgehensweise war immer die selbe. Die Pferdebesitzer meldeten sich allesamt auf eine Anzeige bei ebay Kleinanzeigen, in der ein Platz im Offenstall angeboten wurde. Nach einem freundlichen Erstkontakt wurden die Pferde an eine vollschlanke blonde Frau, zumeist in Begleitung ihres südländischen Freundes und/oder diversen Kindern abgegeben. Wollte man sich den neuen Stall vor Abgabe ansehen, wurden rührseelige Geschichten erzählt, dass der Umzug der Beisteller möglichst schnell erfolgen musste, da das eigene Pferd derzeit allein am Stall stände und so verwzeifelt sei, dass man hier schnell Abhilfe schaffen müsse. Den neuen Stall könne man ja auch noch später besichtigen… Am Ende stellten sich sämtliche Angaben als gut durchdachte Lüge heraus. Auch vorab zugesandte Fotos vom angeblichen Offenstall waren vermutlich allesamt einfach aus dem Netz geklaut.

Fakt ist, alle Pferde wurden direkt im Anschluss an die Übernahme immer an ein und den selben Pferdehändler hier in der Region abgegeben und von dort aus als gesunde Reitpferde zum Teil wiederum über eine uns bekannte Händlerin über ebay Kleinanzeigen weitervermittelt. Fakt ist aber auch, dass alle diese Pferde aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr hätten geritten werden dürfen. Teilweise sind die gesundheitlichen Einschränkungen derart dramatisch, dass ein Ritt auf einem solchen Pferd lebensbedrohliche Unfälle zur Folge haben kann. Dies wird anscheinend jedoch von den beteiligten Personen billigend in Kauf genommen. Auch deshalb ist es umso wichtiger, den Verbleib der Pferde aufzuklären. Wer uns dazu sachdienliche Hinweise geben kann, meldet sich gerne unter 0176-48262230 oder unter info@tierschutz-kreis-aachen.de. Wir versichern, dass wir alle Hinweise vertraulich behandeln. Zwischenzeitlich haben auch diverse Medien schon über den Fall berichtet, leider haben wir jedoch immer noch nicht den entscheidenden Durchbruch bei der Suche erlangen können.

Nun zu den Pferden im Einzelnen:

Roulette

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Bei Roulette handelt es sich um eine Rheinländer-Stute, geb. 2004, Stockmaß 1,70m, dunkelbraun ohne besondere Abzeichen, Rheinländerbrand Nr. 87

Wie im Eingangstext bereits erwähnt wurde die Stute am 01.11.2015 durch ihre Besitzer per Schutzvertrag vermittelt. Durch unsere Recherchen wissen wir inzwischen sicher, dass die Stute umgehend an den uns bekannten Händler abgegeben wurde. Interessant ist auch, dass dieser die Stute schon einen Tag vor der Abholung einer weiteren dubiosen Händler-Kollegin per WhatsApp zum Kauf angeboten hat, was ein Indiz dafür ist, dass er die Stute schon erwartete. Leider verliert sich ab diesem Zeitpunkt die Spur von Roulette. Die Besitzer haben zwischenzeitlich zwar alle möglichen rechtlichen Schritte eingeleitet, jedoch mahlen die Mühlen der Justiz bekanntlich langsam… 🙁 Auch deshalb haben die Besitzer derzeit eine Belohnung in Höhe von 1000 € ausgesetzt für denejnigen, der den entscheidenden Hinweis zum lebenden Auffinden der Stute geben kann.

Papatja M

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Papatja M ist eine Westfalen-Stute, geb. 2001, Stockmaß 1,67 m, besondere Merkmale kleine Flocke auf der Stirn, hinten 2 mal weiß gefesselt, vorne ein Kronrand weiß und die Unterlippe komplett rosa, Westfalenbrand mit der Nummer 95.

Papatja wurde bereits im Juni 2015 an die beschriebene Frau abgegeben. Die Stute ist schwer herzkrank und somit unter keinen Umständen als Reitpferd geeignet. Ob auch Papatja den Weg über die uns bekannten Händler genommen hat, können wir leider nicht mehr wirklich nachvollziehen. Da aber alle uns bekannten Fälle große Ähnlichkeit in der Vorgehensweise aufweisen, gehen wir davon aus. Leider haben wir in diesem Fall bisher kaum verwertbare Hinweise bekommen.

Barry Nita

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Barry Nita ist ein Wallach der Rasse KWPN, geb. 2006, Stockmaß 1,73, besondere Merkmale kleine Flocke auf der Stirn, Lebendnummer NLD003200612441.

Auch Barry wurde an die selbe Frau per Schutzvertrag als Beisteller abgegeben. Barry ist alledings das einzige Pferd, welches durch die Besitzer selber in den neuen Stall gebracht wurde, was ihn am Ende jedoch auch nicht vor den dubiosen Machenschaften schützen konnte. Hier ist es allerdings interessant, dass er zu einem Offenstall in der Nähe der Stadt Fluterchen gebracht wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren dort noch ein weiteres braunes Pferd und ein Pony untergebracht. Da die Besitzer von Barry aus Norddeutschland kommen und sich mit den Übernehmern nur in der Nähe des Stalls getroffen haben und dann einfach hinterher fuhren, konnten wir leider immer noch nicht herausfinden, wo genau sich der Stall befindet. Da dies äußerst wichtig wäre bitten wir auch hier um sachdienliche Hinweise.

Bei Barry Nita liegt eine einseitige Stimmbandlähmung einhergehend mit einer Sauerstoffunterversorgung bei Belastung vor. Außerdem hat er einen Halswirbelsäulenschaden durch Headshaking. Es besteht akute Sturzgefahr und damit unter Umständen Lebensgefahr für den Reiter. Dies war den Übernehmern sehr wohl bekannt!!! Trotzdem wurde Barry noch im Januar wieder über die übliche Händlerin aus dem Kreis Aachen auf verschiedenen Internetplattformen als superliebes Familienpferd zum Kauf angeboten. Fest steht auch, dass das Pferd kurzzeitig in einem Stall in Holland nahe der deutschen Grenze gestanden hat. Alle Versuche, Barry zu finden sind leider bisher gescheitert. Auch in diesem Fall haben die Besitzer nun rechtliche Schritte gegen alle beteiligten Personen eingeleitet.

Der Fall Colina

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Die dunkelbraune Stute kommt ursprünglich aus Solingen. Auch sie wurde im November 2015 von ihrer Besitzerin aufgrund einer Anzeige bei ebay Kleinanziegen als Beisteller abgegeben und auch sie landete schlussendlich wieder in den Händen der Betrüger. Zunächst war ihr Verbleib völlig unklar, doch plötzlich tauchte sie bei unseren Recherchen als Verkaufspferd im Internet wieder auf. Wir informierten die Besitzerin und vereinbarten mit der Verkäuferin einen Termin zur Besichtigung. Colina wurde uns als voll reitbares Pferd zum Preis von 3100 € angeboten. Und das, obwohl sie nach einem Tunierunfall und anschließender OP Probleme auf der Hinterhand hat und zusätzlich aufgrund einer Problematik mit dem Kreuzdarmbein nicht mehr geritten werden sollte. Die Händlerin will natürlich von all dem nichts gewußt haben und nur mit Hilfe von Polizei und dem zuständigen Veterinäramt gelang es uns zunächst, Colina in Aachen festzusetzen, da sie ja per Strafanzeige gesucht wurde. Nach einigem Hin und Her ist Colina heute wieder glücklich Zuhause. Darüber freuen wir uns natürlich sehr…

Zwei weitere Pferde gefunden

Im Rahmen unserer Recherchen meldeten sich noch zwei weitere Pferdebesitzer bei uns mit ähnlichen Geschichten. Auch ihre Pferde waren von der immer selben Frau als Beisteller aufgenommen worden. Hier handelte es sich um zwei Fuchswallache. Kurz nach Einstellen der Suchaufrufe meldete sich eine Reitschule im Kreis Düren, wo beide Pferde gelandet waren, obwohl ein Pferd nachweislich an Kissing Spines leidet und das andere einen irreparablen Sehnenschaden auf der Vorhand hat. Bei einem Besuch mit einem der Besitzer in dem Reitbetrieb konnten wir uns lediglich davon überzeugen, dass beide Pferde dort waren. Weitere Erklärungen verweigerte man jedoch und sprach stattdessen ein Hausverbot gegen unseren Verein aus. Wundern, dass gleich zwei Pferde aus diesen dubiosen Machenschaften in ein und demselben Reitbetrieb als Schulpferde gelandet waren, tun wir uns natürlich trotzdem. Der Internetauftritt, auf dem die beiden Tiere als Schulpferde vorgestellt wurden, wurde umgehend bearbeitet und ansonsten übte man sich in Schweigen. Man unterstellte sogar öffentlich, dass die Besitzer ihr Pferd nur zurück haben wollten, um bei einem Wiederverkauf selber das Geld für ein tolles Reitpferd einstecken zu können. Was wir von einem solchen Verhalten denken, bedarf an dieser Stelle wohl keiner weiteren Erklärung. Die Besitzer des betreffenden Wallachs haben ihrerseits nun ebenfalls Strafanzeige gegen die Übernehmerin gestellt, damit diese Geschäfte auf Kosten der kranken Pferde endlich aufhören.

Trotzdem treibt uns weiterhin die Sorge um Roulette, Papatja und Barry Nita um und wir würden uns freuen, wenn Sie mit uns die Augen nach den Pferden aufhalten und uns informieren, falls Ihnen eins der Pferde begegnet oder zum Kauf angeboten wird.

Update!

Zwischenzeitlich hatte sich der südländische Lebensgefährte bei uns gemeldet und alle Vermutungen bestätigt. Die Dame hat laut ihm alle Pferde in der Absicht übernommen, sie umgehend dem betreffenden Händler zu geben. Angeblich soll sie pro Pferd rund 500 € erhalten haben. Er sprach von insgesamt 10 oder 11 Pferden, so dass es noch weitere Fälle geben muss, von denen wir bisher nichts wissen. Ein lukrativer Nebenverdienst auf Kosten von kranken Tieren! Die Aussagen liegen nachweislich vor, auch wenn er zwischenzeitlich versucht hat, diese wieder zurück zu nehmen.

Update II!

Wieder Pferde vermisst +++ Wo sind Amicella und Don Giovanni

Langsam nimmt die Geschichte rund um die verschwundenen Beistellpferde ein solch kriminelles Ausmaß an, dass selbst wir sprachlos sind!!! Gestern meldeten sich die Besitzer von Amicella und Don Giovanni und es war eigentlich schon nach drei Sätzen klar, dass auch diese beiden der Betrügerfamilie rund um die dickliche blonde Frau, dem ominösen Südländer und deren Kinder in die Hände gefallen sind. Klar ist auch, dass wieder die bereits bekannten Händler involviert sind. Das alles hat also mehr, als Methode! Wir fragen deshalb, wer die beiden Tiere seit September 2015 gesehen hat oder wem sie eventuell zum Kauf angeboten wurden?

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Name: Amicella 14
Rasse: Württemberger
Farbe: Braun
Geschlecht: Stute
Größe: ca. 1,63m
Alter: 10 Jahre (18.05.2006)
Lebensnummer: DE 473731009606
Abzeichen: schmale Blesse, vier weiße halbhohe Füße
Besondere Merkmale: blind auf dem linken Auge, Auge ist erhalten, jedoch etwas kleiner und ohne
Wölbung

 

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Name: Don Giovanni 84
Rasse: Hannoveraner
Farbe: Fuchs
Geschlecht: Wallach (im Pass als Hengst eingetragen)
Größe: ca. 1,68m
Alter: 16 Jahre (17.04.2000)
Lebensnummer: DE 431 311912100
Abzeichen: länglicher Stern, hinten rechts Fessel außen
weiß

Die Pferde wurden von ihren Besitzern im September 2015 auf eine Weide in Seelbach/Westerwald (der genaue Standort ist uns inzwischen bekannt) gebracht und von dort aus als Reitpferde weiterveräußert. Und das obwohl bei Amicella ein Abbruch des Strahlbeins und bei Don Giovanni eine chronische Kniegelenkserkrankung vorlag. Beide Pferde waren und sind für die Nutzung als Reitpferd also nur ganz eingeschränkt geeignet. Auch in diesem Fall wollen die Besitzer alles daran setzen, ihre Pferde wieder nach Hause zu holen! Wir sind also einmal mehr auf Hinweise angwiesen, wo die beiden Tiere in der Zwischenzeit verblieben sind und wer sie evenuell gekauft hat. In diesem Fall liegt uns aussagekräftiges Videomaterial der Betrüger vor, was selbstverständlich zur Durchsetzung der rechtlichen Ansprüche der Besitzer genutzt wird. Allerdings hat die mutmaßliche Betrügerin diesmal den Vertrag unter dem Namen Marie Schmitz geschlossen und eine Adresse in Rupichteroth angegeben. Die tatsächlichen Namen und Daten sind uns aus den bisherigen Fällen ja hinlänglich bekannt!

Hinweise nehmen wir selbstverständlich vertraulich entgegen unter 0176-48262230. Vielen Dank im Namen der Pferde!

Update III!
Diese Nachricht erreichte uns von einer überglücklichen Besitzerin! <3 17.02.2016

🌟Amicella gefunden😍❤🌟

Nadine Wolfs Foto.
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Original Post auf Facebook: https://www.facebook.com/nadine.wolf.127/posts/1282465345102564

Von Don Giovanni fehlt jedoch weiterhin jede Spur!!!!

Update IV!
9. März 2016
+++ Ein weiterer Fall in der Betrugsserie mit den Beistellpferden+++

Vor ein paar Wochen meldete sich eine Dame bei uns mit folgender Geschichte:
Sie hat Ende letzten Jahres ein Pferd bei einer deutschen Händlerin in Holland gekauft. Laut Angaben der Händlerin und den vorgelegten Papieren war der Wallach namens Boy 12 Jahre alt und schon erfolgreich im Sport gegangen. Dass der Wallach ein wenig zu dünn und spärlich bemuskelt war, fand die Käuferin nicht weiter schlimm und entschied sich trotzdem für ihr erstes eigenes Pferd. Beim Besuch des Tierarztes vermutete dieser anhand der Zähne, dass der Wallach älter sein müßte, als angegeben. Misstrauisch geworden stellte die neue Besitzerin anhand der Daten im Pass Nachforschungen an und fand heraus, dass der erhaltene Pass ursprünglich zu einem Fuchsschecken mit dem Namen Thies gehörte und somit das Pferd nicht zum Pass gehörte oder umgekehrt.
Durch unsere bisherige Berichterstattung aufmerksam geworden schrieb sie uns eine Mail und sendete uns ein Foto von ihrem Boy mit der Frage, ob er vielleicht eins von den gesuchten Pferden sei. Da wir zu diesem Zeitpunkt keine passende Vermisstmeldung hatten, unternahmen wir zunächst nichts. In der vergangenen Woche tauchte dann jedoch eine weitere junge Frau auf, die ihr Pferd suchte…. Sie hatte es im Oktober 2015 an eine vermeintlich nette blonde Dame mit südländischem Lebensgefährten in der Nähe von Fluterchen abgegeben. Nach einigen Mails mit den anderen Geschädigten und einem Telefonat mit uns war schnell klar, sie war, wie alle anderen ebenfalls auf die uns wohl bekannte Betrügermasche hereingefallen. Nach Abgleich der Fotos von ehemaliger und neuer Besitzerin war auch klar, Boy heißt eigentlich Kashigi und er ist nicht 12 sondern 23 Jahre alt!!! Auch in diesem Fall wurden strafrechtliche Schritte eingeleitet. Zumindest gibt es in diesem Fall ein Happyend für das Pferd… seine neue Besitzerin wird ihn trotz des Betruges behalten und die ehemalige Besitzerin hat ihn am vergangenen Wochenende auch schon besucht! 🙂
Trotzdem zeigt dieser neuerliche Fall einmal mehr, mit welchen kriminellen Methoden die Betrüger immer und immer wieder vorgehen und das es sich hier keinesfalls um Einzelfälle handelt, wie uns so manch einer der Beteiligten in der Vergangenheit weis machen wollte!

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Update V!
21. Juni 2016

+++ Und noch ein Pferd in der Betrugsserie +++ Wo ist Donja +++ Bitte teilen +++
Wir sind erneut sprachlos darüber, welche Ausmaße die Betrugsmasche mit den Beistellpferden zwischenzeitlich angenommen hat.
In der letzten Woche meldete sich eine Familie aus der Nähe von Berlin auf der Suche nach ihrer Stute Donja. Sie hatten im letzten Sommer nach einer Unterbringungsmöglichkeit für Donja gesucht und ebenfalls eine Anzeige bei ebay Kleinanzeigen gefunden, in der der übliche Platz im hauseigenen Offenstall angeboten wurde. Diesmal war man angeblich auf der Suche nach Gesellschaft für den eigenen Wallach. Und so brachten die Besitzer Donja am 06.09.2015 aus der Nähe von Berlin auf die schon mehrfach erwähnte Wiese in Altenkirchen-Seelbach. Dort angekommen wurden auch sie von der blonden Frau mit südländischem Lebensgefährten und mehreren Kindern in Empfang genommen. Diesmal stellte sich die Frau als Ariane Schneider vor. Auf der Wiese befand sich zu diesem Zeitpunkt der von der Übernehmerin erwähnte Fuchswallach. Alles schien in Ordnung und so blieb Donja in Seelbach. In der Folge gab es noch zweimal Mailkontakt und Bilder von Donja, dann brach wie üblich der Kontakt ab. Zwischenzeitlich haben die Besitzer schon selber viele Nachforschungen zum Verbleib ihres Pferdes angestellt. Sind selber nochmals an der Wiese gewesen und haben auch mit dem Verpächter des Grundstückes gesprochen. Dieser gab den Leuten dann auch Auskunft über die wahre Identität der Frau und erzählte darüber hinaus, dass auf der Wiese im Sommer 2015 ein reger Pferdehandel stattgefunden habe. Das die Pächterin aber ohnehin nur zwei mal die Pacht bezahlt habe und seit Ende der Weidesaison spurlos verschwunden sei. Man fuhr auch zur angegebenen Wohnadresse der Frau, konnte jedoch nur die Kinder antreffen.
Im Unterschied zu den meisten anderen betroffenen Pferden wurde Donja nur zur Nutzung überlassen und die Eigentumsurkunde befindet sich bis heute bei den Besitzern. Jedoch konnte auch dies die Stute am Ende nicht schützen. Die Besitzer haben zwischenzeitlich ebenfalls Strafanzeige gegen die Dame erstattet. Und sie möchten natürlich wissen, was aus ihrer Stute geworden ist. Deshalb bat man uns erneut um Hilfe bei der Suche. Folgende Angaben zum Pferd:

Name: Donja
Geboren: 1997
Rasse: Sachsen-Anhaltiner Stute
Lebendnummer: 37-01976-97
Besondere Merkmale: weiße Blesse, vier mal weiß gefesselt, rechtes Auge fehlt nach OP, durch Arthrose bedingt reitbar

Wer hat Donja nach dem 06.09.2015 gesehen oder womöglich gekauft? Wer kann Angaben zum jetzigen Aufenthaltsort der Stute machen?! Sollte Donja einen guten Platz gefunden haben, geht es nicht darum, sie irgend jemandem weg zu nehmen! Informationen nehmen wir gerne unter 0176-48262230 entgegen. Alle Hinweise werden selbstverständlich vertraulich behandelt und teilen bitte nicht vergessen!!! Vielen Dank!

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Hier noch ein Bild von Donja im Profil... es entstand vor der Augen-OP!

Hier noch ein Bild von Donja im Profil… es entstand vor der Augen-OP!

Update VI!
31. Oktober 2016

+++ Pferdefreunde aufgepasst +++ Wo ist Gladius? +++ Bitte teilen +++

Das kriminelle Geschäft mit den kranken Beistellpferden geht leider weiter. 🙁
Diesmal wird der Traber Gladius gesucht. Er wurde am 24.07.2016 an einen Herrn in die Nähe von Braunschweig abgegeben.
Angeblich war er für sein junges Pferd auf der Suche nach einem Beisteller.
Alle gemachten Angaben seitens des Übernehmers entsprachen nach heutigem Stand vermutlich nicht der Wahrheit und Gladius ist seit dem verschwunden. Die ehemaligen Besitzer müssen zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen, dass Gladius entweder dirkt geschlachtet wurde oder aber aus der Hintertüre heraus als Reitpferd verkauft wurde.
Beides wäre eine Katastrophe, denn bei Gladius wurde tierärztlich Narkolepsie diagnostiziert, die sich vor allem unter Belastung zeigt, was bedeutet, dass ein Ritt auf diesem Pferd lebensgefährlich sein kann.
Deshalb versuchen wir nun auf diesem Wege herauszufinden, ob Gladius noch lebt und wenn ja, wo er sich aufhält. Der Wallach ist zwölf Jahre alt und wie oben schon erwähnt ein Traber. Abzeichen und Blesse sind auf den Bildern gut zu erkennen.
Wenn Sie Hinweise über den Verbleib des Pferdes geben können, dann melden Sie sich bei uns unter 0176-48262230.
Informationen werden wie immer vertraulich behandelt. Und teilen nicht vergessen… vielen Dank!

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To be continued….