Tierherberge Stolberg
Bereits seit 15 Jahren kümmern sich unsere
Herbergseltern Gitta und Willi Geis liebevoll um unsere Schützlinge
auf dem Gnadenhof. Damals hatten sie eine Anzeige in der Zeitung
gelesen und sich daraufhin bei uns gemeldet. In den ersten acht
Jahren nahmen sie ihre Tätigkeit für den Verein als Ehrenamt
wahr. Inzwischen ist aus dem Ehrenamt ein Job geworden, wobei es
für die beiden immer der schönste Lohn ist, wenn die Tiere
das zumeist verlorene Vertrauen wieder aufbauen können, sich
auf dem Gnadenhof erholen und irgendwann dort heimisch sind. In
der Anfangszeit war der Umgang mit den Tieren und die Versorgung
nicht immer ganz einfach, weil es an der nötigen Erfahrung
mangelte und besonders bei Gitta der Respekt vor den großen
Bewohnern des Hofes doch recht ausgeprägt war. Über die
Jahre haben die beiden sich jedoch ein großes Wissen angeeignet
und die Ängstlichkeit ist einer aufopfernden Fürsorge
gewichen.
Willi
und Gitta Geis
Die meisten Stallungen, Zäune, Futterkrippen
usw. wurden von Willi in Eigenarbeit gebaut und neben der Versorgung
der Tiere fallen natürlich täglich zahlreiche Arbeiten
an. So gibt es immer etwas zu reparieren, das Gelände muss
sauber gehalten werden und manchmal müssen die beiden sich
als Holzfäller betätigen. Auch die Zuwendung für
die Vierbeiner kommt bei den beiden nie zu kurz. Dies alles ist
nur möglich, da die beiden ihr Privatleben entsprechend organisiert
haben.
Wenn man sich mit den beiden über den Gnadenhof unterhält
und das Leuchten in den Augen sieht, ist schnell klar, dass es sich
hier weniger um einen Job, als eine Berufung handelt! ;-)
Hier unsere Tiere:
Cara
Ein dicker Hund.... ähhh
Bock... ;-)
Cara hat die ersten acht Jahre seines Lebens bei einem älteren
Ehepaar als "Haustier" verbracht und war dort wohl immer
der Prinz. Nachdem sein menschlicher Ziehvater verstorben ist, war
sein Frauchen mit Caras Versorgung völlig überfordert.
Was wohl auch ein wenig daran lag, dass der eindrucksvolle Bursche
nicht so ganz einfach im Umgang ist. Da sie Cara aber gut untergebracht
wissen wollte, wandte sich die Frau an uns und bat um Aufnahme für
Cara. Anfangs zeigte er sich sehr nett, auch wenn er mit der neuen
Gesellschaft von Artgenossen nicht wirklich etwas anfangen konnte.
Nachdem der Prinz sich eingelebt hatte, zeigte sich aber auch schnell,
dass Cara zuweilen ein wenig dickköpfig sein kann. Was er nicht
will, dass will er nicht und manchmal versucht er seinen Kopf durchzusetzen,
indem er unseren Ehrenamtlern wenig freundliche Kopfstöße
zuteil werden läßt. Wenn man ihn dann aber ignoriert
und die Agression ins Leere läuft, verliert Cara das Interesse
an der Auseinandersetzung Mensch vs. Schaf und ist dann auch wieder
nett! ;-) Wir haben gelenrnt, ihn einfach so zu akzeptieren, wie
er ist. Wunderschön, aber manchmal eben eigen....
Delana
Unreitbar und deshalb zum Sterben verurteilt!
Delana
ist uns bei der Rettungsaktion von Marisa begegnet. Auch sie stand
beim Pferdeschlachter, bereit ihren letzten Weg anzutreten. Sie
hat unserer Vorsitzenden mit ihren lieben Augen direkt ins Herz
geschaut und ab diesem Moment hatte die Not ein Gesicht! Aber wohin
mit kleinen ca. 20-jährigen Stute. Eine Aufnahme auf dem Gnadenhof
unmöglich, weil dort Marisa bereits aufgenommen wurde und bis
zu ihrer Weiterreise in den Schwarzwald gepäppelt werden muss.
Unzählige Telefonate und E-Mails später endlich die Rettung.
Ein netter Landwirt aus dem belgischen Grenzgebiet, den der Verein
schon seit Jahren kennt, erklärte sich gegen Erstattung der
Futterkosten spontan bereit unsere Delana
aufzunehmen. Und wieder ein Leben gerettet! In den ersten Tagen
stellte sich schnell heraus, dass die freundliche Stute erhebliche
Probleme bei der Futteraufnahme hatte und zudem von einer starken
Arthrose im linken Kniegelenk geplagt wird. Also musste der Tierarzt
her. Die Zähne sind wohl seit Jahren nicht mehr behandelt worden,
so dass Delana scharfe Haken an einzelnen Zähnen hatte, die
das Fressen fast unmöglich machten. Die Arthrose befindet sich
in einem fortgeschrittenen Stadium und ist nicht wirklich behandelbar.
Dies war wohl auch der Grund, warum Delana ihr Recht auf Leben verloren
hatte, denn reiten kann man sie natürlich nicht mehr und wer
will schon ein Pferd, dass nur Kosten verursacht und keinen Nutzen
bringt?!Die Zähne sind in Ordnung gebracht worden
und jetzt frisst unsere Kleine für zwei. Das Knie bereitet
ihr im Moment keine Probleme, da Delana weise genug ist, ihre Bewegung
an ihren Gesundheitszustand anzupassen. Inzwischen ist auch sie
auf unserem Gnadenhof eingezogen und wir und der Rest der Wohngemeinschaft
wollen das freundliche Mädchen nicht mehr missen!
Pauli
Der kleine freundliche Ponywallach
sollte eigentlich erschlagen werden.
Durch einen glücklichen Zufall kam dies Frau Wintersteller
Kordic zu Ohren die ihn kurzerhand an sich nahm. So kam er dann
zu uns auf den Hof, was uns nach dem plötzlichen Tod unserer
Paula auch wieder Kraft und Mut gab, denn was kann es schöneres
geben als einer kleinen armen Seele Liebe und Frieden zu geben?
Pauli
ist zwar erst 14 Jahre alt, aber leider an Hufrehe erkrankt. Diese
Krankheit, die meist fütterungsbedingt entsteht, ist leider
nicht heilbar, aber unter optimalen Haltungsbedingung und konsequenter
Einhaltung eiweißarmer Fütterung kontrollierbar.
Pauli steht mit seiner Krankheit nicht alleine da, denn auch unser
Schimmelchen Amigo leidet unter Hufrehe, so dass wir die beiden
die sich auch auf den ersten Blick sehr gemocht haben, hoffentlich
mit viel Liebe und wenig Eiweiß noch lange lange glücklich
machen können. Pauli
ist manchmal ein richtiger kleiner Wildfang, wenn es ihn überkommt,
dann tobt er ausgelassen und mit allen vier Füßen gleichzeitig
bockend über das Gelände und versucht natürlich auch
seinen Freund Amigo immer wieder zum Spiel aufzufordern.
Oki
Oki wohnt seit Ende Mai
2010 auf dem Gnadenhof und hat prompt
die Mutterschaft bzw. Erziehung von Shaun übernommen.
Sie
ist etwa 4 Jahre alt und bis zu ihrem Einzug hat Oki in einer Schafherde
gestanden und fleißig Lämmchen aufgezogen.
Bei ihrer letzten Geburt gab es jedoch Probleme,
wobei ihr Lämmchen leider starb. Sie war von da an zur Zucht
nicht mehr geeignet und sollte geschlachtet werden.
Gott sei Dank haben wir von der Tierschutzbeauftragten des Aachener
Tierheims , Frau Birgit Wintersteller-Kordic von Okis Notsituation
erfahren und konnten ihr einen Platz auf dem Hof bieten. Sie hatte
bei Ihrem Einzug wie selbstverständlich sofort die Pflege und
Erziehung von Babyschaf Shaun übernommen. Beschützte den
kleinen Kerl auf Schritt und Tritt und verfiel sofort in hysterisches
Blöken, wenn Shaun sich mal zu weit von ihr entfernte. Seit
Shaun dem Babyalter entwachsen ist, lebt Oki jetzt wieder ihr eigenes
glückliches und vor allem artgerechtes Leben ohne die ständige
Sorge um ein Lämmchen. Sie ist nach anfänglicher Scheu
sehr zutraulich dem Menschen gegenüber und läßt
sich auch gerne mal mit Streicheleinheiten verwöhnen. Hierbei
ist sie jedoch niemals aufdringlich.
Amigo
Der freundliche kleine Ponywallach brummelte sich schnell
in alle Herzen, sogar in das von Kronprinz.
Amigo
ist auch im Mai 2010 bei uns eingezogen, nachdem er 15 Jahre lang
im Tierpark Aachen lebte und täglich brav seine Runden mit
den Besucherkindern drehte. Irgendwann erkrankte er schwer an Hufrehe
und der Tierpark konnte die optimalen Haltungsvoraussetzungen nicht
bieten und so kam der kleine Mann zu uns. Amigos Hufe verraten,
dass er schon einige Hufrehe-Schübe in seinem Leben ertragen
musste.
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Glücklicherweise liegt
der Gnadenhof in
einem Waldgebiet, wo wie man auf dem Bild erkennt nur wenig von
dem bösen eiweißhaltigen Gras wächst, dass seinen
Hufen so zu schaffen macht. Also die besten Voraussetzungen für
den lieben kleinen Kerl bei uns steinalt zu werden. Ansonsten ist
der kleine Schimmel einfach nur lieb. Er freut sich über jede
Aufmerksamkeit, schmust für sein Leben gern mit seinen Betreuern
und läßt sich nur zur gern auch von unseren kleinen Helfern
mit Bürste und Striegel verwöhnen! ;-)
Shaun
Unser Nesthäkchen auf
dem Gnadenhof ;-)
Er
wohnt seit Mai 2010 auf dem Gnadenhof und bekam anfangs noch zweimal
täglich die Flasche von seiner Ziehmama und Patentante Tatjana
.
Ohne Tatjana hätte Shaun seinen ersten Sonnenuntergang wohl
nie erlebt.
Sie fand den kleinen etwa 5 Stunden nach seiner Geburt mutterseelenalleine
auf einer Weide, und zog ihn seit dem mit der Flasche auf. Nachdem
er erst in der Wohnung und dann im Garten lebte wurde es Zeit sich
von Shaun zu trennen um ihm ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.
Und so landete der kleine Querkopf bei uns... Da
er bis dahin das Leben mit Artgenossen nicht kannte, versuchte er
im Teenageralter die üblichen Rangkämpfe mit den Menschen
auszufechten, was den Betreuern so einige blaue Flecken eingebracht
hat... ;-) Inzwischen
ist die Sturm- und Drangphase jedoch vorüber und Shaun ist
auch der ein oder anderen Streicheleinheit nie abgeneigt. Er liebt
seine Ziehmama Tatjana bis heute sehr und folgt ihr auf Schritt
und Tritt, ganz wie ein Lämmchen... ;-)
Gitano
Seit Ende September 09 hält unser weißer Riese
Gitano das Gnadenhofteam auf trapp.
Er
ist ein ehemaliges Turnierpferd und wurde, wie es häufig der
Fall ist aussortiert, als keine Leistungssteigerung mehr in Sicht
war. Seine neuen Besitzer kauften ihn als Freizeitpferd, was sie
auch sehr wörtlich nahmen und ihn dann nur hin und wieder mal
besuchten, wenn sie denn Zeit und Lust hatten. Durch diese nicht
artgerechte Haltung und den Bewegungs-mangel wurde er bildschöne
Wallach krank.So hatten seine Besitzer sich das ganze wohl nicht
vorgestellt, einen Tierarzt wollte man nicht bezahlen und das Pferd
nicht mehr haben. Wir haben dann kurzer Hand beschlossen
ihn wenigstens vorrübergehend
aufzunehmen um ihn vor dem nächsten
katastrophalen Verkauf zu bewahren. Inzwischen
ist Gitano vom Hof nicht mehr wegzudenken und der unangefochtene
Chef der Herde.Gegenüber
den Menschen hat er sich seinen eigenen Kopf bewahrt und kann auch
schonmal frech werden...ein Charakterpferd eben! ;-)
Kronprinz
Lebt seit Januar 2001 auf dem Gelände
des Gandenhofes. Er ist damals mit seinem Bruder Dickie zusammen
eingezogen, Leider ist Dickie am 15.01.2010 über die Regenbogenbrücke
gegangen .
 Durch
die schlechte Haltung und Behandlung der Vorbesitzer hat er ein
tiefes Misstrauen den Menschen gegenüber. Von Fremden lässt
er sich fast gar nicht anfassen, so dass auch eine medizinische
Versorgung durch den Tierarzt fast nur unter Zwang möglich
ist. Im Prinzip ist er schwer traumatisiert und nur aufgrund der
Freiheiten, die ihm unsere Haltung ermöglicht, kann er ein
lebenswertes Leben führen.
Die Helfer der Herberge kennen den kleinen Kerl inzwischen jedoch
so genau, dass sie auch wissen, wann Kronprinz Zuwendung braucht
und dann bekommt er sie natürlich auch.
In diesen Momenten blitzt dann die versteckte Sehnsucht auf und
manch einer ist zu Tränen gerührt, wenn er Nähe zulässt
und ab und an sogar mal freundlich brummelt.
Joe
Der
26-jährige Joe ist manchmal ein typischer Esel ,eben etwas
störrisch, dafür aber sehr, sehr liebvoll im Umgang mit
den Kreaturen,die ihm wichtig sind, egal ob Mensch oder Tier.
Er
hat bis zu seinem Umzug auf den Gnadenhof im Juli 2004 bei seinem
Besitzer gelebt und es dort auch sehr gut gehabt. Dann starb jedoch
sein langjähriger Weggefährte, ein Pony, und von diesem
Tag an verfiel Joe in totale Trauer. Er verweigerte tagelang Futter
und Wasser und sein Besitzer machte sich ernsthaft sorgen um den
Gesundheitszustand des kleinen Kerls. Auf der Suche nach einer artgerechten
Unterbringungsmöglichkeit mit tierischer Gesellschaft landete
der Besitzer schließlich auf unserem Gnadenhof und schnell
stand fest, dass Joe bei uns ein neues Zuhause finden sollte. Inzwischen
ist die Trauer einer unbändigen Lebensfreude gewichen und Joe
fühlt sich bei uns eselwohl.
Auch das Essen schmeckt ihm prima, was man unschwer an der Rubensfigur
erkennen kann. ;-)
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Neben den Helfern des Gnadenhofes kümmert sich
auch sein Besitzer weiterhin regelmäßig um das Seelenheil
von Joe und er dankt es jedem mit täglichglücklichen Nasenstübern
und lang gezogenen eseltypischen Lauten. Da er auf dem Hof viele
neue Freunde gefunden hat, ist auch der Lebensmut von Joe zurückgekehrt
und wir freuen uns, dass wir ihm zu einem glücklichen Leben
verhelfen konnten.
Mini und Lines
Die beiden Hängebauchschweine
Mini und Lines komplettieren den Tierbestand unseres Gnadenhofes.
 
Die beiden wurden als Jungtiere am 11.10.2006 vom Verein aufgenommen.
Sie stammen aus der Eifel und wurden dort in einem Verband von 24
Tieren gehalten. Der ehemalige Besitzer konnte sich nicht mehr um
seine Tiere kümmern und die Ehefrau war aus gesundheitlichen
Gründen mit der Versorgung völlig überfordert.
In der Folge wurden alle Tiere dann durch den Tierschutzverein Aachen
und Umgebung e.V. übernommen und nach einer entsprechenden
Anfrage von dort landeten Mini und Lines bei uns.
Inzwischen sind aus den kleinen Ferkeln ansehnliche
Vertreter ihrer Gattung geworden. Bei den Helfern der Herberge reicht
es aus, die Namen der beiden zu rufen und sie kommen sofort herbeigeeilt.
Auch „Bauchkrabbeln“ ist eine willkommene Abwechslung
für die beiden. Auf dem Gelände haben sie genügend
Möglichkeiten ihre arttypischen Angewohnheiten auszuleben,
auch wenn wir nicht immer ganz so glücklich über die Vielzahl
der gebuddelten Löcher sind! Es sei ihnen aber von Herzen gegönnt.
;-)
Manchmal sind sie jedoch ein wenig ärgerlich
über die zuweilen aufdringlichen Mitbewohner auf dem Gnadenhof.
Vor allem unsere großen Pferde sind ihnen nicht wirklich geheuer
und zuweilen auch nicht wirklich freundlich zu den beiden Steckdosen-Nasen.
Manchmal laufen sie dann laut schimpfend und so schnell die kurzen
Beine sie tragen können an den unverschämten Mitbewohnern
vorbei! :-)
Momo
Neben den Groß- und Nutztieren hat auf dem Gnadenhof
auch Katze Momo
ein gemütliches Heim gefunden.
Der
Verein wurde vor Jahren von Nachbarn über eine verletzte Katze
informiert. Um dem armen Tier helfen zu können, stellte man
eine Katzenfalle auf, damit eine Untersuchung durch den Tierarzt
möglich wäre. Statt der verletzten Katze saß dann
jedoch Momo in der besagten Falle und man entschloss sich, sie ebenfalls
zu einem Gesundheitscheck und eventueller Kastration dem Tierarzt
vorzuführen. Gesagt getan! Momo war von dieser unkonventionellen
Art der Fürsorge anscheinend derart begeistert, dass sie ganz
alleine beschlossen hat, auf dem Hof einzuziehen. Eine
Erlaubnis hat sie jedenfalls nie eingeholt, aber Katzen sind und
bleiben nun mal eigensinnig und treffen ihre eigenen Entscheidungen!
;-)
Inzwischen ist die kleine Fellnase aber auch nicht
mehr wegzudenken, schließlich macht sie sich seit Jahren als
heimliche Chefin verdient. Ihr entgeht nichts, vor allem kein warmes,
sonniges Plätzchen und natürlich kein dargebotenes Leckerchen.
Über ihre Herkunft herrscht Uneinigkeit auf dem Hof. Böse
Zungen behaupten ja, dass sie niederländische Vorfahren haben
muss, denn auf dem Hof bewohnt sie den umfunktionierten Wohnwagen
und sie hat ihren Angestellten Willi genötigt, ihr dort einen
eigenen Eingang zu verschaffen, damit sie nicht mehr auf die Menschen
angewiesen ist. Das heißt jetzt aber nicht, dass sie ein zurückgezogenes
Leben führt. Streicheleinheiten sind ihr immer willkommen,
wobei sie zuweilen etwas unsanft versucht, die streichelnde Hand
mit den Pfoten festzuhalten, damit man ja nicht aufhört mit
dem Verwöhnprogramm! ;-)
Nabu und Emely
Seit dem 26.06.2008 beherbergen wir die
aufmüpfigen Jungschafe Nabu und Emely . Nabu wurde als Baby
von seiner Mama verstoßen und von tierlieben Menschen gerettet.

Da die neuen Eltern jedoch nur wenig Erfahrung im
Umgang mit einem Lämmchen hatten, wurde zunächst versucht
Nabu in den Alltag einer Etagenwohnung zu integrieren. Dieser Versuch
scheiterte jedoch kläglich, da Nabu die Holzmöbel als
Bäume zum knabbern verstand und es ihm nicht beizubringen war,
dass kleine Schafe im Haus besser eine Pampers tragen. Daraufhin
wandte man sich hilfesuchend an uns.
Da Nabu noch sehr klein war, wurde er dann von uns
auf eine erfahrene Aufzuchtstation gegeben, um zu uns zurück
zu kehren, sobald er nicht mehr auf das tägliche Fläschchen
angewiesen war. Bei der Abholung erklärte uns die Pflegemama,
dass Nabu sich unsterblich in das etwa gleichaltrige Lämmchen
Emely verliebt habe und die beiden ihre Zeit meist zusammen verbringen
würden. Da der Mensch nicht scheiden soll, was Gott verbunden
hat zogen also beide Tiere bei uns ein.
Nun bereichern sie den Alltag des Gnadenhofes mit
ihrer unbändigen Neugierde, ihrer Zutraulichkeit allen Menschen
gegenüber, aber auch mit allerlei Unfug. Sie erinnern manchmal
an unerzogene kleine Kinder, die ihre Nasen überall hineinstecken
und unsere Herbergseltern damit manchmal an den Rand der Verzweiflung
bringen. Kein Dach, kein Raum, keine Treppe ist vor Ihnen sicher!
Und trotzdem sind wir glücklich, dass es Ihnen bei uns jetzt
so gut geht! ;-)
Shebby
Shebby
ist zunächst einem Vereinsmitglied zugelaufen und wurde bei
ihr ihm Garten versorgt. Wir haben dann sehr lange nach einem geeigneten
Zuhause für die kleine Maus gesucht. Die Vermittlung scheiterte
jedoch und so zog Shebby auf dem Gnadenhof ein. Im Spätsommer
2011 starteten wir einen neuerlichen Versuch Shebby ein richtiges
Zuhause zu geben. Einer unserer tollen Ehrenamtler vom Gnadenhof
nahm Shebby bei sich auf. Sie hätte dort ein Paradies auf Erden
gehabt. Aber die kleine Katzendame wollte es anders, denn sie findet
ein Leben in einer Wohnung trotz der Möglichkeit auf Freigang
zum "pipimachen" furchtbar. Da dieser Umstand für
alle Beteiligten untragbar ist, lebt sie nun wieder auf dem Hof
und fühlt sich dort auch wohl. Deshalb haben wir beschlossen,
dass wir keine weiteren Vermittlungsversuche mehr unternehmen wollen.
Manchmal haben Katzen eben ihren eigenen Kopf... ;-)
Ehemalige Mitbewohner,
die einen neuen Wirkungskreis gefunden haben sind:
Lisa, Selma,
Tony und Maria
 
Im Jahr 2008 wurden vom Tierschutzverein Kreis Aachen e.V. vier
Kühe aufgenommen, dessen Besitzer gestorben war. Sie standen
in Anbindehaltung in einem dunkelen Stall in der Eifel. Nachdem
wir sie übernehmen konnten, verbrachten sie einige Wochen auf
unserem Großtiergnadenhof in Stolberg bei Aachen und konnten
von uns sehr erfolgreich vermitteltwerden. Sie leben heute auf einem
Lebenshof, wo sie ein wunderschönes Dasein in einem riesigen
Stall mit Freilauf und tagsüber auf saftigen Wiesen erleben
dürfen. Viele Kühe führen ein schreckliches Leben
als Milch - oder Fleischlieferanten. Wir wissen, dass wir nicht
alle Kühe retten können, aber diese vier stehen dafür,
dass es auch ein anderes Leben für diese anhänglichen
Tiere geben kann und soll. Wir unterstützen die Unterbringung
und Versorgung der vier Kuhdamen auf dem Lebenshof. Bitte
helfen Sie uns im Rahmen einer Patenschaft dabei! <mehr>
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